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Einer der Bildbände, der
die Handschrift des Verlegers Friedrich "Fritz" Peltzer trägt |
WER HEUTE ein
Wiking-Modell in die Hand nimmt, kann verstehen, dass es eine ganze
„Fangemeinde“ gibt, die aus Liebhaberei, Spaß am Detail und einem
gerüttelten Maß an Respekt vor der Leistung der Miniaturbauer ins
Schwärmen gerät. Wiking gilt heute mehr denn je als Synonym für
Perfektionismus und konsequente Produktphilosophie. Keinem anderen
Modellbauer ist es gelungen, deutsche Automobilgeschichte seit Ende der
40er-Jahre des letzten Jahrhunderts so kontinuierlich und facettenreich
zu dokumentieren. Das Resultat: begeisterte und auf Wiking
eingeschworene Sammler, die keine Gelegenheit auslassen, um auch jede
nur erdenkliche Miniatur in ihren Besitz zu bringen. Ein Phänomen voller
Faszination |

Renommierte Autoren zählten zum
Redaktionskreis der Bildbände des Berliner Verlages |
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1936 |
Es begann mit Schiffs- und
Flugzeugmodellen |
1936 |
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Schiffsmodelle:
Die Erfolgsgeschichte beginnt |
ALS FRIEDRICH PELTZER 1936 in
Berlin die Firma „Wiking Modellbau Peltzer & Peltzer“ aus der Taufe hob,
hätte er wohl nie gedacht, welche Tradition er begründete. Waren es
seinerzeit noch Schiffs- und Flugzeugmodelle, denen der Gründer seine
ganze Kraft widmete, kamen nach dem Zweiten Weltkrieg Automodelle hinzu.
1948 begann für die Firma Wiking schließlich das, was Ludwig Erhard als
deutsches Wirtschaftswunder verstand. Mit immer neuen filigranen
Modellen, damals noch im Maßstab 1:100 gefertigt, wurde ein neuer Markt
erschlossen, der eine eigene Dynamik entwickelte und WIKING zum
Vorreiter für vorbildgetreuen Automodellbau im Kleinmaßstab machte. Seit
den 50er Jahren verließen die Modelle dann im angenäherten HO-Maßstab
die Produktion, waren geradezu prädestiniert, um der wachsenden
Modellbahner-Gemeinde zur lebendigen Bestückung ihrer Dörfer und Städte
zu gereichen. |

Flugzeuge zählten schon Ende der
30er-Jahre zum Wiking-Programm |
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1948 |
Modellpalette nah am Leben |
1948 |
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Historische Dimension:
Modelle zur Luftbrücke

Spielzeug:
"Der kleine Gartenfreund"
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Selbstverständlich waren die
Verkehrsmodelle, angefangen vom Zweispänner-Milchkannenfuhrwerk über
Straßenbahn und Omnibus bis hin zum DKW und Büssing-Lkw, in den 50er und
60er Jahren gern herangezogene Lehrmittel, um Fahrschulen die Probleme
der zunehmenden Motorisierung deutscher Haushalte vor Augen zu führen.
Die Modellbauer präsentierten ihr Lieferprogramm immer wieder praxisnah,
was die Nähe zum Verwenderzweck und Vorbild gleichermaßen meint. Im 58er
Prospekt fanden sich neben den immerhin schon 128 unterschiedlichen
Modellen auch Straßenpläne und die damals neuen Dreilicht-Ampeln wieder.
WIKING begriff die Wünsche seiner Kunden, bescherte jedes Jahr aufs neue
kleine Meisterwerke ganz nach dem Motto „Von Könnern für Kenner“. Es
liest sich heute wie träumerische Nostalgie, doch damals war dieses
Vergnügen für wenige Groschen zu haben. Der Magirus Rundhauber ging für
‘ne Mark übern Tresen, der Büssing 8000 für 1,50 Mark. |

Rar & begehrt:
Stromlinienbus

Der Handwagenfahrer

Serienstart:
Die ersten Drahtachser
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1958 |
Der rasante
Unternehmenserfolg |
1958 |
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Leben bei Wiking:
Personengruppe

Verkehrswelt:
Tankstelle in 1:87

Programm-Favoriten:
Baustellen-Modelle |
Und weil Leistung stets belohnt
wird, ging es in den Folgejahren stetig bergauf. Der Vertrieb der
Modelle wurde national ausgeweitet, bald schon mit internationalen
Verbindungen. Und was zu Beginn kaum Relevanz hatte, wurde von immer
größerer Tragweite: die Produktion von Werbemodellen. Autoproduzenten,
in erster Linie VW und Mercedes Benz, ließen unzählige Modelle und
Varianten durch Wiking produzieren. Das geschah freilich nicht ohne
Hintersinn. Denn die Begeisterung für die Miniaturen, die in
Fingerbreite die nagelneue Karosse nahe brachte, sorgte bei „gestandenen
Männern“ für emotionale Überzeugungsarbeit. Klar, dass Innovationskraft
in all den Jahrzehnten Wiking voranbrachte - und vom Wettbewerb
differenzierte. Der Meilenstein war zweifellos das Jahr 1958, als die
ersten verglasten Modelle im Programm erschienen. Fortan wurde auf
Kontinuität und immer neue Miniaturen Wert gelegt. Das Lieblingsthema
von Friedrich Peltzer, die Seefahrt, kam aber nie wieder zur erhofften
Popularität wie in den Vorkriegsjahren zurück. So war es dem "Chef", der
unter der weithin bekannten Adresse "Unter den Eichen 101" in
Berlin-Lichterfelde residierte, bis zu seinem Tod im Jahr 1981 gelungen,
die Marke Wiking als Qualitätsbegriff am Markt unangreifbar zu
zementieren. |

Der klassische Markenauftritt
von Wiking

In den 60er-Jahren entstanden
wertvolle Modellklassiker

Markenschild im Handel |
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1986 |
Synergien durch Übernahme von SIKU
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1986 |
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Detailoffensive:
Der Golf III ist aufwändiger denn je

Der Menck-Bagger - ein neuer Klassiker

Topaktuelle Einsatzfahrzeuge

Feuerwehr-Klassiker - der
Magirus-Rundhauber bedeutet Modellqualität
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DARAN ÄNDERTE auch die Übernahme
durch die Sieper-Werke in Lüdenscheid im Jahr 1986 nichts. Dort kannte
man das Produktumfeld, schließlich war Siku - wenngleich auch im
größeren Maßstab - über die gleichen Jahrzehnte hinweg zum Marktführer
geworden. Die Synergien, die sich durch die deutliche
Zwei-Marken-Strategie - Wiking für Sammler, Siku für den Nachwuchs -
ergaben, haben sich im letzten Jahrzehnt mehr als bewährt. Und selbst in
einem Markt, der unter einer deutlichen Inflationierung von Modellen
unterschiedlicher Qualitäten leidet, behauptete der „Traditionalist“
seine
führende Marktposition und baute sein Premium-Image aus. Das liegt nicht
zuletzt an der fortwährenden Wertstabilität. Wer hätte einmal gedacht,
dass ein Modell aus den 60er Jahren für eine vierstellige Summe den
Sammler wechselt?
QUALITÄT immer noch ihren Preis.
Schließlich funktioniert die Produktion von Wiking-Modellen in
Berlin-Tempelhof heute mit Hightech. Das ist auch nur allzu
verständlich, schließlich wurden die vielfältigen Innovationen, die der
Kunststoff-Produktion über fünf Jahrzehnte zur Perfektion verhalfen ,
ideenreich mitgestaltet. Jedes Modell, das heute die Fertigung verlässt,
entstammt zentnerschweren Formen, die gestern wie heute mit der Maßgabe
von Detailtreue verlässt. Wiking, so wird dort gern gesagt, weiß, was es
seiner Fan-Gemeinde schuldig ist. Und die wächst weiter. Nie zuvor
bedurfte es einer solch hohen Anzahl von Einzelteilen, nie zuvor war die
Bedruckungstechnik so ausgereift. 1996 wurden erstmals Kennzeichen -
gerademal drei Millimeter breit und dennoch lesbar - realisiert. |

Der Deutz-Schlepper zählt zu den
Dauerläufern - bis heute

Gestern wie heute gefragt:
der Gabelstapler

Zettelmeyer lieferte das Vorbild für
den Wiking-Autoschütter |
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2006 |
Viele tausend Sammler
hegen Ambitionen |
2006 |
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Der Kaelble-Muldenkipper beweist, dass
Klassiker Zukunft haben |
WIKING-SAMMLER die der
Faszination von Produktphilosophie und Modellen gleichermaßen erliegen,
nehmen heute unzählige Hürden in Kauf, um an jedes greifbare Exemplar zu
kommen - egal ob im Handel oder als spezifisches Werbemodell. Unabhängig
von den unterschiedlichen Sammelgebieten, die sich über die Jahre
herausgebildet haben, gibt es nach vorsichtigen Schätzungen viele
tausend Liebhaber allein in Deutschland. Viele andere auch in Übersee.
Der Austausch von Neuigkeiten rund um Wiking funktioniert inzwischen
bestens. Ein australischer Sammler kommt natürlich online zu seinen
Miniaturfahrzeugen...
©wiking-story.de |

Attraktiv: Modelle nach
zeitgenössischen
Vorbildern in Szene gesetzt |