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DIE IDEE WAR von Beginn an genial. Vielleicht auch etwas verträumt. Auf jeden Fall besaß sie visionären Planspielcharakter. Der Tisch diente als Meer und die Schiffe sollten in ihrer modellbauerischen Form nur oberhalb der Wasserfläche realisiert werden – Schiffslinienmodelle also, die einfach stehen konnten und gut von Hand zu führen waren. Sie prägten den Markennamen Wiking vor 70 Jahren!
AUF DEN Leipziger Messen Ende der 30er-Jahre war Wiking begehrt und auch die Fachpresse stimmte ein in die Goodwill-Resonanz. Immerhin: Miniaturmodelle gab’s bis dahin nicht, eine neue Spielidee war geboren. Und daran verdiente schließlich auch der Handel. Für militärische Schulungszwecke der Marine nutzte man sie ebenso wie fürs Spiel daheim. Bis in die 40er-Jahre hinein boomten die Wiking-Schiffe, die längst zum respektablen Vollsortiment geworden waren. Alle Schiffstypen – vom Tanker bis hin zum Kreuzfahrtdampfer – waren vertreten. Und selbst Hafenanlagen aus Holz konnten im Karton quasi als Baukasten gekauft und mit Einzelteilen ständig erweitert werden. Wiking-Schiffsmodelle wurden zum Systemspielzeug.
NACH DEM Krieg waren die militärischen Schiffe passé, Wiking produzierte die ersten zivilen Seeschiffe. Friedrich Peltzer wollte anknüpfen an den Vorkriegserfolg, doch die Nachfrage stellte sich nur behutsam ein. Das alliierte Deutschland der Nachkriegsjahre hatte sich verändert – längst hatten andere Reize die Jungen begeistert. Die Motorisierung setzte ein. Autos entfachten eine neue Faszination.
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Hamburger Sonderschau historischer
Meilenstein
für den Maßstab 1:1250 der Schiffslinienmodelle
DAS MUSEUM für Hamburgische Geschichte setzte mit einer historischen
Ausstellung Zeichen: Im Winter 2004/2005 begeisterte über Monate die
Sonderschau «Die große Welt der kleinen Schiffe» die zahlreichen Gäste.
Erstmals gab das Museum für Hamburgische Geschichte einen umfassenden
Überblick über den Schiffsmodellbau im Maßstab 1:1250 – im Mittelpunkt
natürlich Wiking.

KEINER KONNTE es besser wissen, als Peter Tamm. Diese speziellen
Schiffminiaturen für die „Seefahrt im Wohnzimmer“ begeisterten Kinder und
Erwachsene gleichermaßen bereits seit Beginn des 20. Jahrhunderts und
zählten nach seinen Worten heute einen weltweiten Anhängerkreis von weit
mehr als einer halben Million Sammler. Peter Tamm vom Wissenschaftlichen
Institut für Schifffahrts- und Marinegeschichte in Hamburg zählt den
renommiertesten Sammlern von Wiking-Schiffen – sein erstes Modell stammte
aus den Berliner Modellbauwerkstätten..
DIE HAMBURGER Ausstellung suche, so Tamm bei der Eröffnung, auch
international ihresgleichen. Der Experte, der selbst die größte
Schiffsmodell-Sammlung Deutschlands besitzt, bezeichnete den speziellen
Modellmaßstab 1 zu 1250 als ideale Voraussetzung, Seefahrtshistorie komplex
dazustellen und vor allem Kinder für Geschichte zu begeistern. Der Maßstab
1:1250 wird heute noch durch 35 Produzenten, unter ihnen 14
Serienhersteller, am Leben gehalten.
©wiking-story.de
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