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Start in Tempelhof: Für jeden Besucher gab's am 30. August 1986 einen Berliner Stadtbus. ©wiking-story.de EIN SCHÖNER Sonnentag. Bei Wiking im Hof strahlen die weißen Fassaden. Die Industriestraße 1-3 in Tempelhof erscheint schlicht und zweckdienlich. So hatte man in den 60er-Jahren eben gebaut. Nur ein kleines Schild am Haupttor gibt einen kleinen Hinweis, dass hier ein traditionsreiches Haus arbeit: Wiking-Modellbau!
ALS DIE SIEPER-WERKE vor der Wende in der geteilten Stadt eine Immobilie
suchten, um das Unternehmen für die Zukunft aufzustellen, war in Berlin
der Platz ziemlich rar. Erst nach intensiven Gesprächen mit dem Berliner
Senat gab’s dann den Zuschlag für das Gelände mit Verwaltung und
Hallenkomplex – immerhin sicherte Wiking auf lange Zeit erhebliche
Arbeitsplätze. Ein einstiger Spirituosenbetrieb hatte seine
Niederlassung aufgegeben, genügend Raum für die Modellproduktion der
Zukunft!
DER BLICK IN DEN Werkzeugbau lässt erahnen, dass Wiking-Modellbau noch ausgesprochen viel Handarbeit bedeutet. Die Mitarbeiter sind gerade dabei neue Formen zu bauen, andere überholen alt gedienten Stahl. Auf den Tischen lässt sich das ein oder andere Entwurfsbauteil erhaschen – hier geht’s eben um technische Details. Spritzerei und Druckerei zeigen dann noch mehr von dem, was Seriennähe bedeutet. Die Bauteile rollen vom Band, werden von Mitarbeiterinnen emsig entgratet. In der Spritzerei wird jedes Bauteil zur Bedruckung ebenfalls mehrmals in die Hand genommen, ehe es farblich perfekt in Reih’ und Glied in den Stapelkästen zur Montage vorbereitet wird. TATSÄCHLICH HAT sich in Sachen Handarbeit nicht viel verändert, die Produktion erweist sich beim Rundgang immer noch als höchst personalintensiv. Die neuen Maschinen können dabei allenfalls die Effizienz steigern. Wiking in Tempelhof heute – ein lebendiges Beispiel für Tradition „made in Germany“. ©wiking-story.de
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